Dienstag, 17 Oktober 2017

Peking - die Hauptstadt Chinas

Bei meinem Flug nach Neuseeland hatte ich am Hin- und Rückweg jeweils ca. 20 Stunden Aufenthalt in Peking. Für einen maximalen Aufenthalt von 72 Stunden benötigt man nur ein Transitvisum welches man vor Ort bei der Einreise erhält und muss nicht vorher zur Botschaft, um ein Visum für China zu besorgen. Daher hab ich die Zeit natürlich genutzt, um mir die Stadt ein bisschen anzusehen.

Wie „speziell“ es manchmal in China zugehen kann, hab ich dann gleich am Flughafen bei der Einreise bemerkt. Alle Schalter waren frei, aber für das Transitvisum durfte man sich nur bei einem der vielen offenen Schalter anstellen. Daher musste ich ca. 2 Stunden warten, bis ich endlich aus dem Flughafen raus kam.

Vom Flughafen kommt man bequem in ca. 30 Minuten mit dem Zug (Airport Express) in die Stadt. Zuerst bin ich ein bisschen durch ein altes Viertel spaziert und habe erste Eindrücke von der Stadt und den Menschen dort sammeln können. Leider waren diese nicht nur positiv. Der Smog war nicht ganz so schlimm, aber trotzdem war dieser Geruch nach Rauch und Abgasen überall. Auch die Sicht war leicht beeinträchtigt, so als ob es leicht neblig wäre. Ich möchte mir gar nicht vorstellen wie schlimm das sein muss, wenn der Smog richtig extrem ist. Hinzu kam dann teilweise noch der Gestank vom Kanal und dass die Einheimischen ständig Rotzen, Spucken, Rülpsen... Alles etwas gewöhnungsbedürftig, aber zurück zur Stadt. Das alte Viertel hat ziemlich schmale verwinkelte Gassen, daher kann man sich dort leicht verlaufen. Aber es ist schon interessant, das „ursprüngliche“ Peking zu sehen.

  

Am Nationalen Zentrum für Darstellende Künste (Chinesische Nationaloper bzw. Nationaltheater) bin ich auch vorbei gekommen. Die 2007 eröffnete Oper ist eine der modernen architektonischen Sehenswürdigkeiten. Durch die Spiegelung im See, von dem das Gebäude umgeben ist, wirkt es eiförmig. Außerdem soll es an das Yin und Yang Motiv erinnern.



Dann bin ich zum Platz des Himmlischen Friedens (Tian‘anmen Platz) spaziert. Dieser wirkt wirklich riesig! Aber sonst hätten auch nicht eine Million Menschen darauf Platz. Er hat eine Fläche von 39,6 ha und gilt als größter befestigter Platz der Welt. Hier befindet sich auch das Denkmal für die Helden des Volkes und daneben die Große Halle des Volkes. Das Denkmal soll an die Menschen, die in den revolutionären Kämpfen des 19. und 20. Jahrhunderts in China gestorben sind, erinnern. Die Große Halle des Volkes dient u. a. als Empfangsort für Staatsgäste. Am Tian’anmen Platz steht außerdem noch die Gedenkhalle für den Vorsitzenden Mao – das Mausoleum von Mao Zedong, dem früheren Präsidenten Chinas.

 

 

Durch das Tor des Himmlischen Friedens bin ich zur Verbotenen Stadt – dem Kaiserpalast, ein UNESCO Weltkulturerbe. Früher lebten und regierten hier die chinesischen Kaiser. Am Tor des Himmlischen Friedens hängt ein riesen Porträt von Mao Zedong. Es ist sehr beeindruckend welche Gebäude die Menschen damals schon ohne die heutzutage üblichen technische Hilfsmittel bauen konnten. Die Anlage hat eine Fläche von 720000m² und es befinden sich 890 Paläste darauf. Die Stadt ist von einer 10 Meter hohen Mauer und einem 52 Meter breiten und 6 Meter tiefen Wassergraben umgeben.
Die Verbotene Stadt war mittlerweile auch schon Schauplatz einiger Filme zB Der letzte Kaiser, Shang-High Noon oder Karate Kid.

 

 

Beim Rückflug von Neuseeland hatte ich mehr Glück bei der Einreise in Peking. Diesmal durfte man durch jeden freien Schalter durch und musste nicht ewig fürs Transitvisum anstehen.

Für den zweiten Peking Aufenthalt war ein Besuch der chinesischen Mauer (auch ein UNESCO Weltkulturerbe) geplant. Ich bin mit dem Zug vom Bahnhof Peking Nord nach Badaling gefahren, wo man nach ca. 1 Stunde Fahrt direkt bei der Mauer aus dem Zug aussteigt. Hier ist die Mauer sehr gut erhalten und man kann bequem darauf entlang spazieren. Allerdings würde ich einen Besuch im Sommer empfehlen. Als ich im Jänner dort war lag etwas Schnee auf der Mauer, was das ganze extrem rutschig gemacht hat! Da es teilweise recht steil auf und ab geht, ist das nicht ganz ungefährlich. Aber man ist darauf vorbereitet und es gibt bei den steileren Teilen ein Geländer am Rand der Mauer, damit man sich festhalten kann.
Am besten sollte man sich vorher informieren, wann die Züge zurück in die Stadt gehen. Ich habe einen leider knapp verpasst und hätte dann ein paar Stunden auf den nächsten warten müssen. Es gibt aber auch Busse und Taxis die einen zurück nach Peking bringen. Die Busse sind die billigste Variante, um nach Badaling bzw. zurück nach Peking zu kommen, man braucht damit aber etwas länger als mit dem Zug und der kostet in eine Richtung auch nur 6 Yuan = ca. 80 Cent. Ich bin dann mit einem privaten Taxi zurück nach Peking. Hier muss man sich vorher auf einen Preis einigen, was nicht ganz einfach ist, weil die meisten Fahrer nur ein paar Brocken Englisch verstehen. Die Taxi fahrt hat mir 230 Yuan (ca. 32 Euro) gekostet für ca. 1,5 Stunden Fahrtzeit.



 

In Peking hab ich mir dann noch das CCTV Building angesehen. Eine der modernen Bauten der Stadt in dem sich die Sendezentrale des staatlichen Fernsehens von China befindet. Es gilt als eines der aufsehenerregendsten Bauwerke der Gegenwart und war bei Fertigstellung mit 234 Metern und 54 Etagen das zweitgrößte Bürogebäude der Welt.



 

Prinzipiell ist es ganz hilfreich, wenn man sich ein paar Orte und Adressen in chinesischen Schriftzeichen notiert bzw. abfotografiert. Zum Beispiel beim Bahnhof von dem ich mit dem Zug nach Badaling führ, waren die Ortsangaben auf den Anzeigetafeln nur in chinesischen Schriftzeichen. Außerdem heißen Straßen und Gebäude im Englischen ganz anders und die Taxifahrer wissen dann nicht immer wohin man möchte.
Es ist auch oft schwierig jemanden zu finden der ein bisschen Englisch versteht. Passierte mir sogar in einem Café am Flughafen, aber beim Bestellen kommt man mit Zeigen auf was man möchte auch ganz gut durch.

Nützliche Links

Allgemein:
Flughafen
Subway
Zug
Wikipedia
Peking Reiseführer

Sehenswürdigkeiten:
Platz des himmlischen Friedens
Verbotene Stadt
Chinesische Mauer
Oper
CCTV Building

Essen:
MS Bonbon Cafe

Unterkünfte: